“The communist hypothesis remains the good one, I do not see any other. If we have to abandon this hypothesis, then it is no longer worth doing anything at all in the field of collective action. Without the horizon of communism, without this Idea, there is nothing in the historical and political becoming of any interest to a philosopher. Let everyone bother about his own affairs, and let us stop talking about it.” (Alain Badiou)

Wenn, wie Badiou sagt, der Kommunismus die einzig wirklich interessante Frage ist, fangen damit die Probleme erst an. Denn was ist das: Kommunismus? Oder vielmehr: Was wird er sein?
Das Problem, den Kommunismus überhaupt zu bestimmen, hat zu der Einsicht geführt, dass der Kommunismus eine Leerstelle bleiben muss; ein bloßer Platzhalter, der Begriff für das Universelle und das ganz Andere sowie für den radikalen Bruch mit der kapitalistischen Gesellschaft.
Anders sieht es dagegen mit diesem Bruch aus, also mit der kommunistischen Revolutionierung des Kapitalismus. Hier gibt es durchaus den Versuch einer Bestimmung. Ja, es gibt sogar verschiedene Entwürfe dessen, was man als Revolutions-Theorie bezeichnen könnte.
In der Veranstaltung werden die verschiedenen Entwürfe einer solchen kommunistischen Revolution vorgestellt, vom traditionellen Marxismus über die Georg Lukács, die Kritische Theorie und den Kritischen Marxismus bis zum Post-Marxismus (zu dem auch der zitierte Badiou zu zählen ist…).

Frank Engster, Berlin, hat über Geld, Maß und Zeit promoviert.