Ziel dieses Vortrages ist es nicht, eine handliche Zusammenfassung zu liefen, was die SI war und wie sie heute zu bewerten wäre. Vielmehr soll versucht werden, sich denjenigen Begriffen und Strategien der SI zu nähern, von denen die Referenten glauben, dass sie heute noch (auf wie auch immer vermittelte Weise) interessante Momente bergen. Nach einer kurzen Darstellung der Geschichte (und ein paar Geschichten) der SI, wird versucht, hoffentlich gut platzierte Schlaglichter auf die theoretische Arbeit der SI zu werfen. Dabei soll es darum gehen zu zeigen, aus welchen geistigen Strömungen die SI sich bediente, aber auch wie sich die situationistische Spektakel-Kritik mit Überlegungen der sich zeitgleich entwickelnden späten Kritischen Theorie ins Verhältnis setzen lässt. Spezielle Aufmerksamkeit wird dabei dem sogenannten „Theorie-Praxis-Problem“ gewidmet werden.