Sexismus beschreibt die Diskriminierung und Unterdrückung von Menschen aufgrund ihrer Geschlechterzugehörigkeit. Alles was damit zusammenhängt, Geschlechtlichkeit und sexuelle Ausrichtung, ist von Geschichte und Sozialisation geprägt.

Wie in der gesamten Gesellschaft ist dieser Bereich auch von Herrschaftsverhältnissen bestimmt, die zwar veränderbar, aber in einigen ihrer Grundzüge beständig sind. Dazu gehören die Heterosexualität als gesellschaftliche Norm und die Einteilung in die zwei angeblich biologisch eindeutigen Geschlechter, aufgrund welcher Menschen unterschiedlich privilegierte Orte in der Gesellschaft zugesprochen bekommen. Zwar wurde schon Einiges erreicht, doch Geschlechterrollen und –zuschreibungen spielen im alltäglichen Leben weiterhin eine wesentliche Rolle. Das alles macht es notwendig, sich mit Sexismus auseinanderzusetzen.

Der Vortrag möchte daher eine Einführung in die verschiedenen Erklärungs- und Denkmuster, die sich mit dem Begriff “Sexismus” und seiner historischen Entstehung beschäftigen, geben. Hierbei werden die verschiedenen Ansätze des historischen Marxismus, Differenzfeminismus, Biologismus und der neueren Genderbewegung angerissen.