Das Problem ist bekannt: Ihr plant eine interessante Veranstaltung, aber niemand kommt. Die letzte Demo oder Aktion war gut besucht und erfolgreich, aber in den Medien wird nicht berichtet. Oder auch: Da ohnehin alle davon ausgehen, dass die Mainstream-Medien nicht berichten werden, schreibt von vorneherein niemand eine Presseerklärung. Einerseits mag Skepsis gegenüber der „bürgerlichen Presse“ häufig gerechtfertigt sein. Andererseits liegt das Problem der fehlenden Berichterstattung oftmals nicht im grundsätzlichen Desinteresse der Medienleute gegenüber linken Themen, sondern in der Unkenntnis linker Gruppen darüber, was für die Medien berichtenswert ist, und worauf beim Schreiben von Presseerklärungen geachtet werden sollte. Häufig wäre es – gerade in kleineren Städten, in denen sonst nicht so viel passiert – sehr leicht möglich, linke Inhalte in die Mainstream-Medien zu tragen und auf diesem Weg Leute zu erreichen, wenn die Öffentlichkeitsarbeit linker Gruppen professioneller wäre.
Hier soll der Workshop Abhilfe schaffen: Nach einem Input-Referat zu Fragen wie „Was sollte in einer Presseerklärung drinstehen?“, „Wie organisiere ich eigentlich eine Pressekonferenz?“ und „Wie mache ich Pressearbeit ohne die eigenen Strukturen zu gefährden?“, soll im Workshop das Schreiben von Presseerklärungen zu verschiedenen Themen und Anlässen praktisch ausprobiert und die Ergebnisse zusammen diskutiert werden. Am Ende des Workshops soll gemeinsam eine Checkliste für erfolgreiche Pressearbeit erstellt werden.